Frieden beginnt mit dir 

Frieden beginnt mit dir 

Herz und Hirn schwanken bei mir heute. Als Yogi ist mir Frieden (egal wo, in dir, in der Hood, in der Welt) ein grundlegendes Anliegen. Auf der anderen Seite bin ich ganz schön wütend heute! Als Hamburgerin sehe ich seit gestern wie G20 unsere Stadt auf den Kopf stellt. Und damit sind nicht wir gelben Yogis im Kopfstand gemeint, die wir gestern ein Zeichen für den Frieden auf der Kennedybrücke gesetzt haben. Nein, leider so richtig, konkret: mit Gewalt!
Altona und Schanze brennen, diese Typen zerstören einfach Schaufenster kleiner privater Läden, Autos egal welchen Alters oder Marke und setzen Dinge in Brand. DAS macht mich wütend – ich benötige grad eine Menge Energie, mich friedvoll runterzubeamen und dann weiterhin positive Vibes in die Welt zu schicken. Denn: Frieden beginnt in Dir. JEDER einzelne von uns hat es in der Hand mit jedem Gedanken, mit jeder einzelnen Entscheidung, die er trifft, sich und damit unsere Gesellschaft positiv zu verändern. 
Wir leben Gott sei Dank in einer friedvollen Demokratie. Das war nicht immer so und in meiner Familiengeschichte gab es – wie in fast jeder Familie – viel Leid, Verlust und Tod durch Kriege. Ich weiß Demokratie sehr zu schätzen und habe den geistig tiefen, beneidenswert offenen und philosophisch-politischen Austausch dazu mit der nun leider versterbenden Generation meiner Großeltern immer sehr geschätzt. Das hat mich geprägt. Ich bin froh, dass wir Demonstrieren dürfen, eine wirklich gute Pressefreiheit haben und die Politiker wählen können, die wir uns aussuchen können. Ja klar, das System ist nicht perfekt und kann an vielen Stellen immer noch verbessert werden. Aber es ist so im Vergleich zu 90 Prozent zum Rest der Welt doch einfach gut. Ich bin dafür dankbar. 
Wir haben gestern auch demonstriert. Mit gut 600 Yogis auf der Kennedybrücke im Herzen von Hamburg. Nicht gegen etwas. Nein dafür. Für Frieden, für Sonne im Herzen und im Außen. Für positive Vibes für G20. (http://www.bridgestohumanity.org/)


Denn ich befürworte es, das Menschen – und vor allem Politiker – MITEINANDER reden und nicht in schlimmsten Fall Kriege gegeneinander führen. Deswegen befürworte ich G20. Ich befürworte nicht Despoten, Diktatoren oder intolerante Haltungen. Ich finde es auch nicht wirklich schön, dass wir den G20 in unserer Stadt haben. Aber es muss ja auch irgendwo stattfinden. Das altbekannte St.-Florians-Prinzip – nicht vor meiner Tür. Und ich kann es auch verstehen: Ehrlich gesagt leiden sehr viele Menschen darunter – vor allem kleine Läden und Firmen, Familien, Menschen die auf ihr Auto angewiesen sind – ach eigentlich alle.

Und jetzt wird es noch mehr Leid. Weil Menschen, die demokratische Grundrechte mit Füßen treten, mit Steinen bewerfen und anzünden. Die ehrlich gesagt kein Stück besser sind als die Menschen und Systeme, gegen die sie demonstrieren. Nein, wahrscheinlich noch Stufen unter jenen. Demokratisches Verhalten verlangt ein Einhalten der gemeinsamen Regeln auf allen Seiten Diese Radikalen treffen diese nämlich auch gar nicht. Sie treffen uns – Hamburger und Bewohner dieser Stadt. Sie nehmen Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, eventuell ihre Lebensgrundlage. Sie zerstören Existenzen. Sie sorgen für ängstliche, ja direkt panische Kinder, die das alle nicht begreifen können. Jetzt meint vielleicht einer, ja gut, dann erleben wir das mal, was viele Menschen auf der Welt jeden Tag erleben. Macht es das besser? Nein, denn anstatt Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten, sollten uns lieber daran gelegen sein, die Welt für jeden hier auf diesen Planeten ein kleines bißchen besser zu machen.

Beginne mit dir selbst. Sorge für ein bisschen Frieden. Mit positiven Sätzen in deinem Hirn und damit für ein friedvolleren Geist. Einmal mehr ausatmen und nachdenken vor dem nächsten Tun. Indem du jemanden hilfst. Damit wir es alle besser haben – alle zusammen.

Das mögen einige belächeln, wie gestern unsere Yoga-Aktion auf der ZDF Facebook-Seiten. Aber es zeigt doch: lieber Gelbe Yogis als Schwarzer Block. 

Ob Yoga oder etwas anderes (das ist mir nämlich egal – Hauptsache jeder findet seinen eigenen Frieden): Lass uns die Welt gemeinsam besser machen!

Ich schicke ganz spirituell ein „Om Namo Narayana“ (DAS Friedensmantra der Yogis) hinaus in meine Stadt. Auf das es hilft! Passt auf Euch auf!