10 + 1 komplett subjektive Gründe, warum es klasse ist, zwei Kinder zu haben

10 + 1 komplett subjektive Gründe, warum es klasse ist, zwei Kinder zu haben

Soll mein Kind Einzelkind bleiben oder nicht? Ich bin froh, dass wir uns vor fast drei Jahren für ein zweites Kind entschieden haben. Das zweijährige Kind2 macht grad Selbständigwerden-Trennungsängste mit sich aus – und Kind1 mit seinen fünfeinhalb Jahren wächst an dieser Situation als Begleiter und Mentor für Kind2 beinahe über sich hinaus. 

Und eh – ohne das zweifache Kinderglück hätten wir viele Situationen nicht, die heute mein Herz erwärmen:

  1. Es ist Samstag Morgen. Sehr früher Morgen (für mich alles vor 5:30 Uhr, da klingelt eh der Wecker zur Meditation). Kind1 ist wach, Kind2 auch. Oh je. Früher hätte ich jetzt umgehend aufstehen müssen und als nicht-wacher Spielpartner (ohne Meditationsstart in den Morgen) funktionieren müssen. Heute sagt großes Kind sagt zu kleinem Kind, nach dem sie ausgiebig in unserem Bett gekuschelt haben: „Komm, wir gehen Zoo spielen. Mama, sollen wir Eure Tür zu machen?“ (Okay, nach einer Dreiviertel Stunde waren die beiden wieder da, aber das ist eine andere Geschichte ;-))
  2. Kind2 hat zurzeit überall Trennungsängste. Weggeben ist mit nichts und niemanden möglich. Selbst in der heiß geliebten Kita gibt es das erste Mal seit 13 Monaten Geheul. Außer: Kind1 ist dabei. Mama und Papa gehen weg? Kein Thema, meine Nr. 1 ist ja da! (bin ich froh über die Familiengruppe mit Krippen- und Ele-Kindern im Frühdienst!)
  3. Wir sind so viel gelassener. Haben wir ja schon alles mal durchgemacht. Und wenn nicht, wissen wir, dass wir schon einen Weg finden werden.
  4. Es geht gefühlt alles schneller: Kind2 schaut sich ganz viel beim Großen ab. Auf Toilette gehen? Schon mit knapp zwei Jahren. Alleine Zähneputzen muss sein (wir dürfen immerhin noch nachputzen, wenn auch unter Protest). Selbst aufräumen klappt mit verständlicher Geschwisteranleitung für das Alter von zwei Jahren schon super.
  5. Kind1 kann kleinen Kindern Windeln wechseln, füttern und Mützen aufziehen. Wer weiß, wofür es das später mal im Leben braucht.
  6. Die bewundernden Blicke von Kind2 spornen Kind1 an. Toll, einen eigenen Fan zu haben, wenn man sich ein cooles Spiel oder ein spannendes Theaterstück ausgedacht hat.
  7. Die ganzen süßen Klamotten kann man jetzt Kind2 noch mal anziehen. Und die die durch sind, sind auch wirklich aufgetragen.
  8. Die Aufmerksamkeit der Eltern ist aufgeteilt. Das ist auch gut so – nicht immer alleine im Mittelpunkt von zwei Elternteilen und anderthalb Großelternpaaren zu stehen, entspannt auch die Kinder.
  9. Kind2 genießt Alleinezeit. Gab es bei Kind1 nie. Aber bei dem ganzen Trubel mit Kind1 und seinen Freunden, die unser Haus bevölkern, ist in Ruhe ohne alle Spielen können echter Luxus. 
  10. Die Liebe und der Platz im Herzen verdoppelt sich. Echt. Hätte ich auch nie geglaubt.

Und meine eigentliche Nummer 1:

Ich hätte nie den Satz gehört: „Da bist du ja endlich. Ich habe soooooo lange auf dich gewartet.“ (Kind1 in tiefer Umarmung mit Kind2, am Abend nach der Hausgeburt von Kind2).